Weihnachten in…..

….Eritrea. Ein Geflüchteter erzählt, wie Weihnachten in seiner Heimat gefeiert wird:

Bereits ein paar Wochen vor Weihnachten wird die Stadt mit Lichterketten geschmückt, die am Abend alles hell erleuchten. Familien kaufen ein, die Kinder bekommen zum Fest neue Kleidung und alle sehen glücklich aus.

Die Leute vom Land kommen in die Stadt. Die Bauern verkaufen auf den Märkten Lämmer, Ziegen und Kühe. In dieser Zeit bereitet meine Mutter Sua zu, einen speziellen Getreidesaft, der in vergorenem Zustand leicht alkoholisch ist. Besonders gut schmeckt auch der süße Honigwein, der Mes.

Alle Verwandten kommen an Weihnachten zusammen, auch wenn sie sich das ganze Jahr nicht gesehen haben. In Eritrea wird am 7. Januar gefeiert. Am Tag davor ist schon alles vorbereitet, die Getränke, das Essen, der Baum. Denn an Weihnachten besucht man bereits zwischen fünf und neuen Uhr die Kirche, um Gott zu danken. Alle sind festlich, meist in weiß, gekleidet. Mit Weihnachten endet die siebenwöchige Fastenzeit und zu Mittag gibt es ein wahres Festmahl, das auf einem großen Teller in der Mitte platziert ist.

Auch Freunde, Nachbarn und Kollegen, gleich ob Christen oder Muslime kommen vorbei und bringen Kuchen oder Torte mit. Das zeigt, das die Menschen gut miteinander auskommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.