Kinder lernen „Rechtsabbiegen“

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Helferkreis organisiert Verkehrserziehung für junge Asylbewerber

IMG_0569_Verkehrserziehung_02„Was bedeutet dieses Schild?“, fragt Johann Krey von der Verkehrspolizei Bad Tölz und deutet auf ein Stopschild. „Wir müssen anhalten“ – diese Antwort kennen alle Teilnehmer der Verkehrserziehung. Denn dieses Schild, klärt Johann Krey auf, ist international und bedeutet auch in den Heimatländern der jungen Asylbewerber „Stop“. Schwieriger wird es da schon bei „Vorfahrt achten“ oder „Durchfahrt verboten“.

14 Jungen und Mädchen aus Syrien und dem Senegal lernen an diesem Ferienvormittag auf dem Verkehrsübungsplatz Eichmühle in Bad Tölz nicht nur die Bedeutung von Verkehrsschildern, sondern auch, wie man Handzeichen gibt oder welcher Verkehrsteilnehmer im Kreisel Vorfahrt hat. Nach einer kurzen theoretischen Einleitung kommen praktische Übungen. Der Schwerpunkt bildet dabei das „Rechtsabbiegen“ und die Kinder und Jugendlichen wundern sich, wie viele verschiedene Regeln es zu beachten gilt. Nach knapp zwei Stunden lässt die Konzentration merklich nach, so dass Johann Krey beschließt: „Linksabbiegen schaffen wir heute nicht mehr“. Bei der Rückfahrt zum Bahnhof versuchen die Teilnehmer die neuen Regeln gleich in die Tat umzusetzen. Zurück in Lenggries resümiert ein Mädchen aus Syrien: „Ich habe viel gelernt, aber ich weiß jetzt, dass ich noch viel mehr lernen muss“. Und auf Nachfrage von Margreth Schmit vom Helferkreis, was denn das Wichtigste von all den vielen Informationen, die sie bekommen habe, gewesen sei, ist sich die 10jährige sicher:“Die Bremsen müssen funktionieren. Und ich fahre nie ohne Helm. Sonst wird es gefährlich!“

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