Jugendinstitut befragt minderjährige Flüchtlinge

Wie nehmen junge Flüchtlinge ihr Leben in Deutschland aus eigener Perspektive wahr? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt des Deutschen Jugendinstituts mit Sitz in München nach. Claudia Lechner, Diplomsoziologin aus Benediktbeuern, interviewt dazu 100 unbegleitete und begleitete minderjährige Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern im Alter von 14 bis 18 Jahren. Beim Treffen der AG Paten und Helfer im April stellte sie ihr Projekt vor: „Unsere Fragen beziehen sich auf die aktuelle Lebensituation, auf das soziale Umfeld, auf Erwartungen, Schwierigkeiten oder Wünsche der Jugendlichen. Aus den Ergebnissen hoffen wir gezielte Handlungsanweisungen für künftige Projekte zu gewinnen“. Ganz bewußt verzichte sie in den Einzelinterviews, die sie gemeinsam mit einem Dolmetscher führt, auf Fragen nach Fluchtursachen oder Fluchtgründen. „Wir wollen unter allen Umständen eine Retraumatisierung vermeiden“. Mittlerweile wurden zehn syrische Jugendliche aus Lenggries für die Studie des Jugendinstituts befragt. Die bisherigen ersten Auswertungen der Gespräche zeigen: „Die jungen Flüchtlinge fühlen sich wohl im Isarwinekl, aber sie wünschen sich vor allem engeren Kontakt zu deutschen Gleichaltrigen.“

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