Geflüchtete wählen Sprecher

Bei der ersten Vollversammlung von Helferkreis Asyl und den Bewohnern der Asylunterkünfte im Isarwinkel standen die Themen Wohnungssuche und die Frage, ob eine Ausbildung einer festen Arbeitsstelle vorzuziehen ist, im Vordergrund. Geflüchtete berichteten von ihren vergeblichen Versuchen, auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt im Landkreis eine eigene Wohnung zu finden. Viele der Unterkunftsbewohner teilen sich mittlerweilse seit drei Jahren ein Zimmer mit Freunden oder leben mit zwei bis fünf Kindern in einer Wohneinheit. Privatsphäre hat da niemand und auch in Ruhe Lernen und Üben für die Schule ist nur schwer möglich.

Zwei junge Männer, die bereits in der Ausbildung zum Zahntechniker bzw. zum Koch sind, hatten Glück und dank ihrer Helfer Erfolg. Sie haben beide eine kleine Wohnung gefunden und sind sich sicher: das Lernpensum und der hohe Anspruch an den Auszubildenden ist ohne Wohnung und die nötige Möglichkeit zur Konzentration kaum zu bewältigen.

Im Rahmen der Vollversammlung hatten die Geflüchteten außerdem die Möglichkeit, Sprecher zu wählen. Jede Nationalität bestimmte einen Mann oder eine Frau, die in Zukunft an den Treffen des Helferkreises Asyl teilnehmen wird, die Geflüchteten über Veranstaltungen, Projekte und Unterrichtseinheiten informieren und die Fragen aus dem Kreis der Geflüchteten an die Helfer weitergeben soll.

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