Frauenkreis etabliert sich

Gemeinsam mit anderen Frauen ratschen, lachen, Tee trinken, ohne dabei immer auf die Kinder achten zu müssen, über Themen sprechen, die „Mann“ per se uninteressant findet, sich beim Häkeln und Stricken ausprobieren oder Rezepte austauschen: was in Deutschland früher unter dem Begriff „Kaffeeklatsch“ stattfand, heißt beim Helferkreis Asyl Lenggries „Frauengesprächskreis“. Hier treffen sich einheimische und geflüchtete Frauen aus Syrien, Afghanistan und Irak einmal im Monat zum Gedankenaustausch. Manchmal stehen ganz ernste Themen im Mittelpunkt wie die Schwierigkeiten beim Sprachkurs oder die verzweifelte Suche nach einer eigenen Wohnung. Oder es geht um Informatives wie die Bestückung der Hausapotheke oder die Zusammensetzung der Bundesversammlung für die Wahl des Bundespräsidenten. Im Mittelpunkt steht aber eigentlich das gegenseitige Kennenlernen. Die Begegnung auf Augenhöhe und die Entdeckung von Gemeinsamkeiten über alle kulturellen Schranken hinweg. Und das funktioniert sehr gut: wie im Flug vergehen die zwei Stunden, die die Frauen sich zur Zeit noch einmal im Monat im katholischen Pfarrheim treffen. Ab Mai will die Gruppe ihre Zusammenkünfte in den Gemeinschaftsraum zwischen Mittagsbetreuung und Containerdorf verlegen. Dabei wollen sich die Frauen um die Inneneinrichtung des Raumes bemühen und gemeinsam Tassen für die künftigen Teerunden gestalten. Der Frauenkreis steht allen Interessenten offen, Gäste sind immer willkommen.

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