Einladung zur Vollversammlung

Der Helferkreis Asyl und die Bewohner der Asylunterkünfte im Isarwinkel treffen sich am Freitag, 22. Juni, ab 18 Uhr im katholischen Pfarrheim zu einer Vollversammlung. Mit dieser Veranstaltung möchte der Helferkreis den Geflüchteten ein Forum zur Diskussion und zum direkten Austausch bieten. Mit zunehmender Integration in Arbeit, Schule und lokalem Vereinsleben entsteht bei den Geflüchteten offensichtlich ein anderer Bedarf an Unterstützung. Zur Vorbereitung der Vollversammlung werden an die Geflüchteten Fragebögen ausgegeben, auf denen konkrete Bedürfnisse und Wünsche in anonymer Form geäußert werden können und deren Auswertung als Grundlage der Diskussion und der Vorbereitung künftiger Projekte dienen soll.

Zirkusschule Windspiel gastiert zum dritten Mal in Lenggries

Die Sommerferien sind noch weit und trotzdem wissen schon jetzt alle Kinder der Flüchtlingsfamilien im Isarwinkel ganz genau, was in der schulfreien Zeit auf dem Programm steht: ein Woche Zirkusschule. Denn auch in diesem Jahr gastieren die Akrobaten und Pädagogen der Zirkusschule Windspiel in Lenggries, um eine Woche lang in verschiedenen Workshops mit Kindern im Alter zwischen acht und 15 Jahren, jungen Erwachsenen und Müttern mit Kleinkindern das zu üben, was einen richtigen Zirkus ausmacht: Balancieren, Akrobatik, Einradfahren und Stelzenlauf, Jonglage und Trapezkünste.

Unter der Leitung der ehemaligen Gymnasiallehrerin Gudrun Jäger unterstützt die Zirkusschule dabei vor allem die Integration geflüchteter und sozialschwacher Kinder:  „Unter dem Zirkuszelt sind alle gleich, jeder wird gemäß seiner Fähigkeiten und Talente gefördert und gefordert. Wenn wir am Ende in unserer großen Galashow das Erlernte präsentieren, sind wir alle eine große Familie“. Der Helferkreis Asyl Lenggries arbeitet deshalb eng mit der Schulleitung zusammen. Dank der Unterstützung der Gemeinde Lenggries  können die Zirkusmitarbeiter kostenlos in den Räumlichkeiten der Grundschule übernachten, der Helferkreis und die geflüchteten Familien helfen mit bei der Verpflegung. Auf diese Weise werden die Kosten gering gehalten – und trotzdem kann das Projekt nur stattfinden, weil einige der Trainer auf ihr Honorar verzichten und die Lenggrieser Stiftungen sowie der Verein Kinderseenot e.V. einen finanziellen Beitrag leisten.

Anmeldungen für die Internationale Zirkuswoche in Lenggries nimmt die Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Annette Ehrhart unter a.ehrahrt@lenggries.de entgegen. Außerdem kann man sich über die Seite www.zirkusschule-windspiel.de über die Angebote und Preise der Schulen informieren und ebenfalls anmelden.

Die Zirkuswoche findet von Montag, 13. August, bis Freitag, 17. August, täglich von 10 bis 15 Uhr und von 18 bis 20 Uhr (Erwachsene) statt. Zur Galavorstellung am Freitag sind alle Lenggrieserinnen und Lenggrieser ab 15 Uhr herzlich in die Mehrzweckhalle eingeladen.

 

Spannende Autorenlesung im Mehrgenerationenhaus Bad Tölz

Unter dem Titel „Afghanistan. München. Ich“ beschreibt Ali Djan Hassan, wie er als minderjähriger Analphabet 2005 nach Deutschland kam und sich hier eine neue Existenz aufgebaut hat. Hassan lebt nach wie vor in München, besitzt seit drei Jahren auch die deutsche Staatsangehörigkeit und wird am Dienstag, 8. Mai, auf Einladung des Helferkreises Bad Tölz im Franziskussaal des Mehrgenerationenhauses aus seinem Buch lesen. Im Anschluss haben die Zuhörer die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Das Veranstaltungsangebot richtet sich ausschließlich an Mitglieder der Helferkreise Bad Tölz und Lenggries. Anmeldungen nehmen die KoorAnnette Schreiner unter schreiner@kvtoel.brk.de und Annette Ehrhart unter a.ehrhart@lenggries.de entgegen.

Kleiderkammer nimmt keine Spenden mehr an

Die Kleiderkammer des Helferkreises Asyl Lenggries ist nur noch bis zu den Sommerferien geöffnet. Die ehrenamtlichen Helfer haben deshalb beschlossen, ab sofort keine Kleiderspenden mehr anzunehmen. Die nächsten Ausgabetermine im Mai und Juni – jeweils am ersten Samstag von 9 bis 12 Uhr – bleiben bestehen. Unter dem Motto „Alles muss raus“ verabschiedet sich die AG Kleiderkammer des Helferkreises Asyl am Samstag, 30. Juni von 10 bis 15 Uhr mit einem Kleiderbasar und Kuchenbuffet von den Besuchern. Der Erlös kommt dem Spendenkonto des Helferkreises zugute.

Hintergrund der Schließung sind die veränderten Flüchtlingszahlen in Bayern: immer weniger Menschen suchen Schutz im Freistaat und auch im Isarwinkel wohnen geflüchtete Menschen, die bereits vor drei Jahren hierher gekommen sind und mittlerweile arbeiten, Integrationskurse besuchen und sich gut zurecht finden. Neuankömmlinge gibt es seit Monaten nicht mehr. Ein unmittelbarer Bedarf an Kleidung, Schuhen oder Geschirr wie es ihn 2015 gab, existiert nicht mehr. Dank der Angebote auf dem Flohmarkt in Lenggries, im Secondhand-Shop „Fesch“ und der günstigen Kleidergeschäfte in Bad Tölz und München können sich alle gut versorgen.

Der Radlkeller wird allerdings weiter bestehen und soll auch erweitert werden. Stefan Schreiber und Hartmut Stöcker nehmen gut erhaltene Radl entgegen, helfen bei der Reparatur und geben die Fahrräder gegen eine Leihgebürh von 20 Euro aus. Die beiden Experten werden in Zukunft Workshops rund um das Radlreparieren anbieten und dazu sowohl Geflüchtete als auch Einheimische einladen.

Erste Hilfe am Kind

Der Helferkreis Asyl veranstaltet einen Erste-Hilfe-Kurs für jungen Eltern, der sich speziell mit der Versorgung von Kleinkindern befasst. Der Unterricht findet am Dienstag, 15. Mai, ab 19 Uhr im Lesesaal der Touristeninformation in Lenggries statt und dauert etwa drei Stunden. Referent ist Niklas Schäfer, Dozent für Notfallmedizin, Heilpraktiker, Rettungssanitäter und Leiter des Lehrzentrums Eisenbuch. Anmeldungen für diesen Kurs nimmt die Ehrenamtskoordinatorin des Helferkreises Annette Ehrhart unter a.ehrhart@lenggries.de entgegen. Die Teilnahmegebühr liegt bei 5 Euro.

Neue Schulungstermine für Ehrenamtliche

Das Kreisbildungswerk Bad Tölz bietet gemeinsam mit der Caritas bis zum Sommer drei Schulungen für ehrenamtliche Helfer im Asylwesen an. „Gelingende Kommunikation: Vom Konflikt zum Miteinander“ lautet der Titel der ersten Veranstaltung, die am Freitag, 23. Februar, von 17 bis 21 Uhr in Reichersbeuern (katholisches Pfarrheim) stattfindet. Die Referentin Ulrike Xylander ist selbst ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig und arbeitet als Mediatorin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache.Die theoretische Grundlage dieses eigentlich ganz auf aktive und anschauliche Beispiele ausgerichteten Workshops bildet das Konzept der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Die Anmeldung zu diesem Seminar wie auch zu den beiden anderen Schulungen erfolgt entweder direkt beim Kreisbildungswerk unter info@kbw-toelz.de oder über die Ehrenamtskoordination in Lenggries unter a.ehrhart@lenggries.de.

Der Pädagogikdozent Dr. Christian Boeser-Schnabel befasst sich am Dienstag, 20. März, von 18 bis 21 Uhr mit dem Thema „Umgang mit Populismus und Stammtischparolen“. Der Vortrag klärt zunächst die beiden Begriffe, analysiert sie im Kontext unseres politischen Systems und befasst sich mit der Frage, wie ein demokratischer Umgang damit aussehen kann. Diese Veranstaltung findet im Caritas Zentrum, Klosterweg 2, in Bad Tölz statt.

Die dritte Schulung stellt die Fluchthintergründe am Beispiel von Nigeria, Afghanistan und Eritrea in den Mittelpunkt. Die Referentin Dr. Kundri Böhmer-Bauer ist Ethnologin, interkulturelle Trainerin und Autorin zahlreicher Publikationen über afrikanische Länder und islamische Religion. Ihre Analyse der politischen Situation in den drei genannten Ländern soll die Frage beantworten, was Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat bewegt und welche Lösungsansätze europäischer Entwicklungspolitik vor diesem Hintergrund sinnvoll sind. Auch diese Veranstaltung findet im Caritas Zentrum Bad Tölz statt.

Landratsamt löst Kaserne als Unterkunft auf

Die geflüchteten Familien, die derzeit in der Lenggrieser Kaserne untergebracht sind, werden innerhalb der kommenden zwei Wochen umziehen. Zur großen Überraschung des Helferkreises und der Bewohner gibt das Landratsamt das Kasernengebäude an der Gebirgsjägerstrasse als Unterkunft auf, noch bevor der Mietvertrag dafür ausläuft. Die Familien werden in leerstehende, vom Landratsamt bereits 2015 angemietete Wohnungen in Lenggries umgezogen. Damit bleiben die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung, haben aber nun den Vorteil, dass sie zentraler wohnen. Kirche, Schulen und Supermarkt sind nun besser erreichbar und darüberhinaus bekommen sie deutsche Nachbarn. Eine wesentliche Forderung der Helferkreise in Oberbayern, Geflüchtete dezentral unterzubringen, um die Integration zu erleichtern, wird in Lenggries nun ein Stück weit umgesetzt.

Der Grund für die Entscheidung des Landratsamtes basiert auf einem Beschluß des Verwaltungsgerichtes Leipzig. Demnach hätte die Nutzung des ehemaligen Kasernengebäudes als Wohnraum von der Gemeinde genehmigt werden müssen. Denn eigentlich sind Gelände und Gebäude als Gewerbeflächen vorgesehen.

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

Ritter, Polizistin, Fee, Indianer, Pirat oder Cowboy?

Einmal im Jahr ist es für die Lenggrieser ganz normal in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich zu verkleiden und zu schminken. Am Freitag wurde vom Turnverein Lenggries eine Faschingsfeier veranstaltet. Unserer  Geflüchteten kennen diese Tradition aus ihrer Heimat nicht und waren dementsprechend begeistert von den vielen bunten Verkleidungen und dem unterhaltsamen Programm mit vielen Spielen.

Gemeinsam mit den einheimischen Kindern wurde in bunten Kostümen wild herumgetobt. Beim Hindernisparcours  wurde ihr Gleichgewichtssinn unter Beweis gestellt, sowie bei dem Schwertkampf mit Schwimmnudeln auf einem Schwebebalken.

Besondere Highlights für die Kinder waren die Hüpfburg, das Sackhüpfen, das Dosenwerfen, sowie das Spiel „Reise nach Jerusalem “, bei dem von allen Kindern eifrig mitgefiebert wurde.

Bilder vom Kinderfasching sind hier zu finden.

Helferkreis übernimmt Hausaufgabenbetreuung

Integration und Spracherwerb sind für erwachsene Geflüchtete eine große Herausforderung, die Kinder tun sich da meist leichter. In Kindergarten und Schulen lernen sie dank der intensiven Betreuung und des teilweise bewundernswerten Einsatzes der ErzieherInnen und LehrerInnen schnell deutsch und erfahren viel über den Alltag, Traditionen und Kultur im Isarwinkel.

Doch was passiert am Nachmittag, wenn der Unterricht vorbei ist und die Hausaufgaben anstehen? Auch bei großer Motivation und schneller Auffassungsgabe sind die meisten geflüchteten Schulkinder da überfordert. Die Eltern können nicht wirklich helfen, weil mittlerweile selbst in Mathe gute Deutschkentnisse erforderlich sind.

Der Helferkreis Asyl Lenggries wird deshalb ab Februar sein ehrenamtliches Sprachangebot für Erwachsene reduzieren und gemeinsam mit Schülerinnen aus Hohenburg viermal die Woche im Gemeinschaftsraum „Miteinand“ und im Pfarrheim Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe anbieten. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Grundschulkinder und findet Montag bis Donnerstag von 15 bis 16 Uhr statt. Dienstags und donnerstags gibt es außerdem ab 16 Uhr Nachilfe speziell in Mathematik für Schüler der Mittelschule.

Sprachkurs für Frauen wird erweitert

Im vergangenen Herbst konnte der Helferkreis mit Unterstützung des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch“ im Gemeinschaftsraum „Miteinand“ einen täglichen Sprachkurs anbieten, der sich insbesondere an die jugen Mütter richtete, die wegen der fehlenden Kinderbetreuung an keinem Integrationskurs in Bad Tölz teilnehmen konnten.

Dank zahlreicher Spenden kann dieser Kurs in etwas reduzierter Form fortgesetzt werden: ab Dienstag, 23. Januar, werden die Schülerinnen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zweimal die Woche von der DaF-Lehrerin Despina Esabalidis unterrichtet, am Nachmittag folgt ein Angebot für die Frauen, die in der Kaserne untergebracht sind. Hier leben in erster Linie eritreische Frauen mit kleinen Kindern, für die wegen Erkrankung der Lehrkraft seit fast einem Jahr kein Sprachkurs stattgefunden hat. Nun werden auch sie unterrichtet und das zu einer Tageszeit, in der die Kleinen ihren Mittagsschlaf halten.

Der Deutschkurs findet zunächst bis zu den Osterferien statt und richtet sich an alle geflüchteten Frauen mit Kindern in Lenggries.