Ein selbstgebastelter Gruß zu Weihnachten

Mit viel Phantasie und Liebe zum Detail haben 15 Kinder aus afghanischen und syrischen Flüchtlingsfamilien gemeinsam mit Mitgliedern des Helferkreises Asyl Weihnachtskarten gebastelt. Obwohl fast alle Mädchen und Buben muslimischen Glaubens sind, kennen sie sich mit Nikolaus, Weihnachtsstern und Tannenbaum bestens aus. „Wir haben immer mit unseren Nachbarn Weihnachten gefeiert. Die waren Christen“, erzählt Iwan aus Syrien. „Ich finde Weihnachten in Deutschland schön“, freut sich Zahrai aus Afghanistan. In der Schule erzähle die Lehrerein jetzt immer eine Geschichte, die Kerzen werden angezündet und „das ist so gemütlich“. Ihre Weihnachtskarten wollen die geflüchteten Kinder, die fast alle schon seit zwei Jahren in Lenggries wohnen, nicht für sich behalten. „Die verschenken wir an die alten Leute“ verrät die kleine Ghazal. Gemeinsam mit ihrer Betreuerin aus dem Helferkreis, Christiane Theil, hat das afghanische Mädchen im traditionellen Gewand ihrer Heimat die selbstgemachten Karten an die Bewohner des „Hauses der Senioren“ überreicht.

Für die Geflüchteten aus den Regionen des Nahen und Mittleren Ostens ist die Institution „Seniorenheim“ etwas Neues: in Syrien, Irak oder auch Afghanistan erreichen nicht viele Menschen ein so hohes Alter wie in Deutschland. Und wenn, dann wohnen Oma, Opa, Uroma und Uropa ganz selbstverständlich mit im eigenen Haus. Die Kinder der Bastelgruppe hoffen, dass sich die Bewohner des „Hauses der Senioren“ an Weihnachten nicht alleine fühlen. Deshalb soll jeder einen schönen persönlich gestalteten Gruß bekommen.

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