Adventsbasteln für Kinder

Zu einem Bastelnachmittag im Advent laden der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ und der Helferkreis Asyl alle Kinder ab 6 Jahren am Mittwoch, 7. Dezember, ab 15 Uhr in das katholische Pfarrheim ein. Im Gruppenraum im ersten Stock wollen wir gemeinsam Weihnachtskarten gestalten. Anmeldung bitte über die Asylsozialberatung Maya Nazarowa oder bei Annette Ehrhart, Ehrenamtskoordination, Tel.: (08042) 5008-171.

Großes Interesse für das Thema „Rund um den Mietvertrag“

Viele geflüchteten Menschen, die in Lenggries leben, haben bereits eine Anerkennung erhalten. Sie dürfen die Asylunterkunft verlassen und eigene Wohnungen anmieten. Doch wie findet man auf dem deutschen Immobilienmarkt eine Wohnung? Was steht in einem Mietvertrag und was ist der Unterschied zwischen Neben- und Betriebskosten? Was ist eine Kehrwoche und was steht in einer Hausordnung? Solche Fragen Menschen zu beantworten, die erst seit einem Jahr bei uns leben und unsere Sprache noch nicht beherrschen, ist für die Paten und Helfer des Helferkreises Asyl eine große Herausforderung. Mit Unterstützung des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch“ hat die AG Paten deshalb am Montag, 5. Dezember, für arabischsprechende Geflüchtete und für Schutzsuchende aus Afghanistan zu einem Infoabend zum Thema „Rund um die Wohnungsmiete“ eingeladen. 25 Geflüchtete, die zur Zeit in Lenggries, der Jachenau und Gaissach wohnen, haben die Gelegenheit genutzt, um mit Hilfe von Mohammad Ali, Mitarbeiter des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch“ und Übersetzer, der aus dem Sudan nach Deutschland immigriert ist und hier Sozialpädagogik studiert hat, Antworten zu finden.

Wichtig war dabei vor allem zu erfahren, dass das neue Integrationsgesetz bezüglich der Wohnsitzauflage teilweise geändert werden soll. In der Praxis habe sich herausgestellt, dass es aufgrund der angespannten Wohnsituation in verschiedenen Regionen nicht umzusetzen sei, erklärte Maya Nazarowa, Asylsozialberaterin in Lenggries. Damit können sich auch Menschen, die nur einen subsidiären Schutz erhalten haben (Aufenthaltsgestattung für ein Jahr), auch außerhalb des Landkreises eine Wohnung suchen.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass unter anderem die Sozialisierung in Staaten, deren politische Systeme mit unserem Verständnis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun haben, zu völligem Unverständnis führen. Beispiel: eine arabischsprechende Frau stellte der Ehrenamtskoordinatorin Annette Ehrhart die Frage, warum die Gemeindeverwaltung von Lenggries nicht einfach alle leerstehenden Wohnungen konfisziert und an Bedürftige vergibt. Für die anwesenden Paten war das ein deutliches Signal dafür, wie wichtig solche Themenabende sind, um die geflüchteten Menschen zu informieren und damit besser in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Aufgrund der großen Resonanz wird das Thema „Miete“ und „Hausordnung“ bei den regelmäßigen Gesprächskreisen der Frauen, die ab Februar an jedem 1. Dienstag im Monat im katholischen Pfarrheim (17 bis 18.30 Uhr) stattfinden, sicherlich wiederholt zur Sprache kommen. Ebenfalls für das neue Jahr ist in diesem Zusammenhang ein monatlicher Diskussionsabend zum Thema „Staatskunde“ geplant, zu dem vor allem Asylbewerber und Flüchtlinge mit guten Deutsch- oder Englischkenntnissen eingeladen werden.

Tanzen als Brücke der Kulturen

Musik und Tanz gehören zu jedem Fest im arabisch-persischen Kulturkreis und bieten den geflüchteten Menschen auch bei uns in Lenggries eine willkommene Abwechslung. Ab Montag, 14. November, bietet nun die AG Projekte des Helferkreises Asyl einen regelmäßigen Tanztreff für Frauen an. Die Initiatorin und Leiterin des offenen Treffs Regina Brandhuber freut sich, Frauen jeden Alters ab 18 Uhr im katholischen Pfarrheim begrüßen zu dürfen und hofft insbesondere auch auf Beteiligung von deutscher Seite. Unter dem Motto „Musik kennt keine Sprachbarrieren“ soll der Tanzabend Gelegenheit geben, sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Tragen von Gymnastikschuhen wird empfohlen.

Schwimmkurs für Jugendliche

Die Schlagzeilen aus dem Sommer über tödlich verunglückte Geflüchtete bei einem harmlosen Badeausflug an der Isar oder einem nahe gelegenen Badesee haben auch den Helferkreis Asyl in Lenggries aufgeschreckt. Gemeinsam mit der Organisation „Right to play“ bietet der Helferkreis deshalb ab Freitag, 25. November einen Schwimmkurs für jugendliche Geflüchtete ( 14 bis 18 Jahre) an. Der Kurs findet zwei Mal wöchentlich von 13.30 bis 14.30 Uhr in der Isarwelle statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ein weiterer Kurs für Kinder und für Frauen ist für Januar geplant. Interessenten wenden sich bitte an die Ehrenamtskoordination unter der Rufnummer (08042) 5008-171.

Großes Interesse an Gemeindebücherei

Bereits im Sommer hat das Team der Gemeindebücherei Lenggries das Sortiment um den Bereich „Integration“ erweitert. Hier finden sich neben Dokumentationen aus den Herkunftsländern vor allem Bücher zum Deutschlernen. Während die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien, die die Grund- und Mittelschule besuchen, dank ihrer Lehrer und Paten aus dem Helferkreis das Angebot der Gemeindebücherei gerne nutzen, gab es bislang unter den jungen Erwachsenen kaum Besucher.

Gemeinsam mit den Betreuerinnen Margreth Schmid und Annette Ehrhart haben nun 14 junge Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien, Sudan und Afghanistan, die fast alle die Vorbereitungsklasse der Berufsschule in Bad Tölz besuchen, eine Einladung des Büchereiteams angenommen. Maria Rosen und Gabriele Faehrmann informierten über den Aufbau und des Ausleihsystem, zeigten, wo und wie man das passende Buch findet und erklärten die Nutzungsbedingungen. Großes Interesse weckte bei den Zuhörern insbesondere das Angebot an Hörbüchern und Filmen. Da vielen das Lesen der deutschen Buchstaben noch schwer fällt, nutzen die Flüchtlinge gerade aus dem arabischsprachigen Raum gerne die neuen Medien zum Deutschlernen.

Gleich acht Leihkarten durften Maria Rosen und ihre Kollegin noch am gleichen Abend ausstellen. Aufgrund der positiven Resonanz ist eine Wiederholung der Veranstaltung im neuen Jahr geplant.

Neue Sprachkurse und Nachhilfe für Berufsschüler

Da die Maßnahmen der Bundesregierung greifen und immer mehr Asylbewerber und Flüchtlinge die Möglichkeit haben, einen Integrationskurs oder die Berufsschule zu besuchen, können die ehrenamtlichen Sprachlehrer des Helferkreises Asyl im Winterhalbjahr 2016/2017 ihren Unterricht noch besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler ausrichten. Neben Kursen am Dienstag- und Mittwochnachmittag und computergestützten Sprachkursen am Donnerstag und Freitag findet jeden Mittwoch für junge Mütter Unterricht in der Kaserne statt. Für Jugendliche, die die Berufsschule in Bad Tölz besuchen, gibt es Nachhilfestunden in Deutsch und Mathematik. Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule profitieren von der Hausaufgabenbetreuung, die die AG Projekte organisiert. Über genaue Unterrichtszeiten informiert die Ehrtenamtskoordination des Helferkreises unter der Rufnummer (08042) 5008-171.

Galavorstellung übertrifft alle Erwartungen

Zirkusschule „Windspiel“ setzt Standards: Gemeinsames Training schafft Berührungsängste ab

Mit fanatasievollen Kostümen, fetziger Musik und tollen Darbietungen verwandelten die Nachwuchsartisten der ersten Lenggrieser Zirkuswoche die Mehrzweckhalle an der Mittelschule in einen magischen Ort. Strahlende Kinderaugen und die Gesichter der stolzen Eltern und Paten zeugten bei der Galavorstellung zum Abschluß des Ferienprojektes des Helferkreis Asyl Lenggries vom großen Erfolg der Veranstaltung (Bilder befinden sich in unserer „Galerie“).

Eine Woche lang gastierte die Zirkusschule von Gudrun Jäger, Zirkuspädagogin und ehemals Gymnasiallehrerin in Geretsried, in Lenggries mit dem Ziel, die Integration von Flüchtlingskindern ganz spielerisch und völlig unbefangen zu ermöglichen. Unter dem Motto „Vorhang auf: wir lernen voneinander, trainieren miteinander und zeigen gemeinsam, was wir können“ konnten 78 Kinder und Jugendliche aus den Kriegsgebieten in Syrien, Afganistan, Somalia und dem Irak sowie aus Helferkreisfamilien gemeinsam jonglieren, balancieren, turnen und tanzen.

Ein erfahrenes Trainerteam bewies dem Zirkusnachwuchs, dass man mit Zusammenhalt, Konzentration und Verantwortungsbewusstsein selbst schwierige Kunststücke am Trapez meistern kann. Mit viel pädagogischem Geschick vermittelten die Artisten und Akrobaten mit Sanny Krost an der Spitze den Kindern im Alter zwischen fünf und 16 Jahren in Tagesworkshops und jungen Erwachsenen am Abend, dass Lernen Spaß machen kann. Die Begeisterung insbesondere unter den Flüchtlingskindern war unglaublich: einige standen am Vormittag bereits eine Stunde vor Trainingsbeginnn vor der Turnhalle, um auf keinen Fall zu spät zu kommen.

Sprachbarrieren oder auch interkulturelle Differenzen, auf die sich die Trainer in einem eigens dafür organisierten Workshop zum Thema „Interkulturelle Kommunikation“ vorbereitet hatten, blieben aus. „Fast alle sprechen schon sehr gut deutsch. Und wenn es hakt, kommen immer zwei, drei andere Kinder herbei um zu übersetzen“, erzählte der 18jährige Daniel, der mit den Kindern Jonglieren und Stelzenlauf einübte.

Auch die Abendworkshops erfreuten sich großer Beliebtheit: waren es am ersten Abend nur acht junge Männer, die sich am Trapez versuchten, kamen am dritten Abend mehr als 20 junge Erwachsene.

Da die Zirkustrainer eine Woche lang unentgeltlich arbeiteten, sorgten Helferkreis und Gemeinde für freie Kost und Logis. Eine Woche lang wurden die Akrobaten und Artisten bekocht, täglich gab es gleich mehrere selbstgebackener Kuchen. „Das war so wundervoll, ich hatte das Gefühl, das ganze Dorf steht hinter uns und möchte dazu beitragen, dass unser Projekt gelingt“, freute sich Trainerin Goli, die mit ihrem zweijährigen Sohn Oskar nach Lenggries gekommen war.

Die Begeisterung der Trainer, aber auch der Kinder und Eltern nach dem krönenden Abschluss, bei dem die Teilnehmer liebevoll gestaltete Urkunden als Erinnerung erhielten, freute Bürgermeister Werner Weindl, der sich mit Blumen bei der Zirkusgruppe für ihr Engagement bedankte. Sollte das Projekt im nächsten Sommer wiederholt werden, stellte er die Unterstützung der Gemeinde in Aussicht. Sein Dank richtete sich aber auch an den Lenggrieser Einzelhandel, der mit zahlreichen Sachspenden die Zirkuswoche unterstützte.

 

DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE

Allen Helfern, die mit ihren Koch- und Backkünsten für das leibliche Wohl der Zirkusgruppe während ihres Aufenthaltes in der Turnhalle gesorgt haben, ein Riesenlob und ein besonderes Dankeschön. Herzlichen Dank auch an das Früchtehaus Holzner, die Bäckereien Kölbl, „Brot und Torte“ und Waldherr sowie an die Metzgerei Weber für Ihre Unterstützung.

Tausend Dank der Zirkusschule „Windspiel“ für eine unglaubliche Woche, für viele schöne und rührende Momente, jede Menge neuer Erkentnisse und noch mehr Spaß.

Zirkusschule fördert Integration

Gemeinsam mit der Zirkusschule „Windspiel“ bietet der Helferkreis Asyl Lenggries in der dritten Augustwoche ein besonderes Ferienprogramm für Kinder aus dem Helferkreis und aus Flüchtlingsfamilien an: in kleinen Workshops lernen 5- bis 16-jährige unter Anleitung von Zirkuspädagogen und erfahrenen Akrobaten Jonglieren, Balancieren, Einradfahren, Turnen und Tanzen. Neben viel Spiel und Spaß vermittelt die Zirkusschule dabei wertvolle Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Ausdauer und Verantwortungsgefühl. „Zirkus stärkt die Kinder und Jugendlichen“, betont deshalb die Leiterin der Zirkusschule „Windspiel“, Gudrun Jäger, „in Lenggries fördern wir zudem noch die Integration“. Und nicht nur das: die Pädagogen der Zirkusschule arbeiten außerdem umsonst. „Wie wollen damit die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer honorieren und durch das Miteinander mit den Flüchlingen Hemmschwellen abbauen“, erklärt die Gymnasiallehrerin und Dozentin für Zirkuspädagogin weiter.

Deshalb ist die Teilnahme am Ferienprojekt in Lenggries für Kinder aus den Flüchtlingsfamilien und dem Helferkreis auch kostenlos. Die Gemeinde Lenggries und der Helferkreis sorgen lediglich für Kost und Logis der Zirkustruppe.

Zum Auftakt der Zirkuswoche erhalten die Pädagogen und Helfer am Sonntag, 14. August, ab 16 Uhr im Lesesaal der Gästeinformation Lenggries von einer Mitarbeiterin des Frauenhofer Instituts eine Einführung in interkulturelle Zusammenarbeit. Ab dem 15. August um 9.30 Uhr beginnen dann die Workshops mit den Kindern und Jugendlichen in der Turnhalle der Mittelschule, jeden Abend haben zudem interessierte Erwachsene ab 19 Uhr die Möglichkeit, Zirkusluft zu schnuppern. Den Höhepunkt der Ferienwoche bildet die Galaveranstaltung am Freitag, 19. August, ab 15 Uhr ebenfalls in der Turnhalle der Mittelschule Lenggries, zu der neben den Eltern und Freunden der jungen Akrobaten auch die Lenggrieser Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Im Anschluß lädt der Helferkreis zu einem internationalen Buffet ein, dessen Erlös der Zirkusschule zugute kommt.

Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Zirkusprojekt ist die Ehrenamtskoordianatorin der Gemeinde Lenggries Annette Ehrhart (Telefon: 08042/ 5008-171 oder annette.ehrhart@hvmzm.de).

Kleiderkammer sucht Unterstützung

Die AG Kleiderkammer sucht dringend weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team um Cily Wasensteiner und Hannelore Seckinger besteht zur Zeit aus zehn Frauen und einem Mann. Da die Kleiderkammer aber zwei Mal im Monat geöffnet hat und außerdem den Radlkeller im unteren Bereich des ehemaligen Postgebäudes am Bahnhof mitverwaltet, stößt die Arbeitsgemeinschaft personell an ihre Grenzen. Eine Besetzung an den Samstag von drei bis vier Personen bei der Kleiderausgabe und zwei im Radlkeller ist nach Ansicht der Sprecherinnen ideal. Zu der Arbeit am Öffnungstag kommen noch einige Stunden unter der Woche, um die neu gespendete Ware wieder einzuordnen oder um aufzuräumen. Da die Helferinnen und Helfer gerade an den Wochenenden oft private Verpflichtungen haben, die „Dienste“ aber auf mehrere Schultern verteilt werden sollten, um den einzelnen zu entlasten, wird dringend Unterstützung gesucht. Wer gerne in der Kleiderkammer mithelfen möchte, kann sich an einem der Öffnungstage (immer am 1. und 3. Samstag im Monat, im August ist Sommerpause) mit der Aufgabe vertraut machen. Telefonische Auskunft gibt es im Rathaus unter der Rufnummer (08042) 5008-171.